Veranstaltungen am Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust 2018

flowers and stones on a grave in Floessberg

Am Freitag, dem 27. Januar 2018, jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 73. Mal. Dieser Tag ist als Holocaust-Gedenktag jedes Jahr weltweit Anlass für Erinnerungsveranstaltungen und Schweigeminuten. Der Förderverein Gedenkstätte Flößberg e.V. und die Geschichtswerkstatt Flößberg e.V. führen aus diesem Anlass am

Samstag, dem 27.01.2018, 10.00 Uhr
eine Gedenkstunde auf dem Häftlingsfriedhof des KZ-Außenlagers Flößberg 

im Großen Fürstenholz durch. Interessierte Bürger der Region sind herzlich dazu eingeladen. Der Ende 2014 völlig neu gestaltete Häftlingsfriedhof ist in ca. 15 Minuten fußläufig erreichbar von der zwischen Beucha und Flößberg gelegenen Waldsiedlung aus. Der Weg ist beschildert. 

Auch in Borna wird anlässlich des Holocaust-Gedenktages den Opfern des KZ-Außenlagers Flößberg gedacht: 

Samstag, dem 27.01.2018, 11.00 Uhr
Gedenkstunde auf dem Ehrenhain Borna (Lobstädter Straße) 

Es ist Brauch, als Mann auf jüdischen Friedhöfen eine Kopfbedeckung zu tragen. Anstelle von Blumen können kleine Steine mitgebracht und auf die jüdischen Grabstellen niedergelegt werden. 

Eine weitere Veranstaltung, in der an die Schicksale von Holocaust-Überlebenden des KZ-Außenlagers Flößberg erinnert wird. findet wenige Tage später in Leipzig statt;

Montag, 29.01.2018, 18.00 Uhr 
„Zurück ins Leben“ - Buchpräsentation von Anna Andlauer 
Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, Permoserstr. 15 

Im Juli 1945 wurde im bayerischen Kloster Indersdorf bei München das erste internationale Kinderzentrum der US-Zone eingerichtet, ein Waisenhaus für entwurzelte jüdische wie nichtjüdische Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Nationalitäten. Befreite der Konzentrationslager, ehemalige Zwangsarbeiter, Kinder von Zwangsarbeiterinnen - junge Menschen, welche unter den furchtbaren Bedingungen des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust überlebt hatten und denen jetzt geholfen werden musste, ihren Weg zurück ins Leben zu finden. Viele Jahrzehnte später spürte die Autorin mehr als 100 dieser jungen Überlebenden von damals in aller Welt wieder auf – auch fünf Überlebende, die während des Krieges in Zwangsarbeitslagern für die Leipziger Firma HASAG gearbeitet hatten. 
Die Lesung stellt ihre Schicksale und den facettenreichen Alltag im Kloster Indersdorf nach Kriegsende vor. Einen Schwerpunkt bilden dabei die Schicksale von Manny Drukier, Izidor Wierzbinski, Eugenius Kamer, Chaim Ickowicz und Alex Ward - Überlebende des Lagers Flößberg.


KZ-Überlebender Manny Drukier traf Schülerinnen und Schüler der Region

Holocaust survivor Manny Drukier met students from the region

Kurz bevor Manny Drukier über seine Erlebnisse spricht, kommt es zu einer berührenden Geste. Mehrere Schülerinnen und Schüler erheben sich aus ihren Sitzen, kommen auf die Bühne und überreichen Manny bunte Blumensträuße, Grußkarten und kleine Geschenke. Erst wenige Tage zuvor ist Manny Drukier 89 Jahre alt geworden. Er hat seinen Geburtstag mit seiner Familie in Krakau gefeiert, nun sitzt er auf der Bühne des Stadtkulturhauses in Borna. 150 Schülerinnen und Schüler sind gekommen, seine Lebensgeschichte zu hören. Es ist das erste Mal, dass ein Überlebender des KZ-Außenlagers Flößberg mit Jugendlichen aus der Region ins Gespräch kommt.mehr ...


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